Statue-Cover

Antigone

Ensemble:
Julia Haase - Antigone

Martin Bringmann - Kreon (Video)

n.n, - Haimon (Video)

Daniel Dietrich - Polyneikes (Video)

Chor:

Niloofar Bijanzadeh / Dinah Divaris / Katja Hegwein / Angela Herzog / Mechthild Köhl / Katrina Lambart / Hannah Meier / Sophie Öhlschläger / Petra Schlesinger / Elke Seipel / Yanna Vick / Silvia Zennia

 

Regie, Bühne & Kostüme: Marvin Heppenheimer

Musik: Yannic Blauert

Technische Leitung: Pascal Kaippel

Fotos: n.n.

von Sophokles

Übersetzung von F. Hölderlin

 

Dauer: ca. 90min

"Ungeheuer ist viel. Doch nichts ungeheurer als der Mensch."

Eine lebende Tote – So bezeichnet der Chor Antigone, die Tochter des Ödipus. Getrieben von geschwisterlicher Liebe, Mut und Aufbegehren gegen das Rechtssystem beerdigt sie ihren gefallenen Bruder Polyneikes – Gegen den Willen und das Gesetz ihres Onkels Kreon, Thebens König. Vor die königliche Richterbank gestellt, wird sie zum Tode verurteilt – lebendig eingemauert in eine Grabkammer. Dort, gefangen, einsam und kraftlos, reflektiert sie ihr Leben: Die Liebe zu ihren Geschwistern, insbesondere ihrer Schwester Ismene, die Nachricht von den im Krieg gefallenen Brüdern, der Konflikt mit dem eigenen Onkel, der zum neuen Herrscher wird, die beschmutzte Blutfehde, in die der Vater und die Mutter sie gesetzt haben, ihren Verlobten Haimon, den sie nie wieder sehen wird, bevor sie erfahren kann, was sie hätten sein können.

 

„Die Antigone des Sophokles“ kann bis heute als eines der größten und bedeutendsten Werke der Antike bezeichnet werden. Auch wenn die Entstehungszeit um 442. V. Chr. liegt, ist die Geschichte dieser jungen, rebellischen Frau, die für die letzte Ehre ihres gefallenen Bruders kämpft bis zum Gesetzesbruch – heute noch so brandaktuell wie eh und je. Die Inszenierung setzt dort an, wo die Tragödie endet: In der Grabkammer. Wir sehen eine eingesperrte Antigone, die ihr gesamtes Leben Revue passieren lässt. Ihr zur Seite ein 12köpfiger Frauenchor, mit dem sie gemeinsam ihre letzten Tage rekonstruiert und die treibende Macht hinter der Gesellschaft hinterfragt – Menschengesetz, Gottesgesetz oder doch das Empfinden des Individuums? Abgründe entstehen, die tiefer liegen als in der bloßen Verurteilung. Die Männer in Antigones Leben sind nur noch Stimmen und Projektionen. Der Ausgang ist gewiss – lediglich Fragen, Hoffnungen und Sehnsüchte bleiben offen…

Premiere am 15. Januar 2021

© theater INC. Darmstadt 2017-20

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Mechthild Koehl

Ensemble: Chor / Teiresias

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